Integrating the Jenkins build status with Bitbucket

Many times you probably miss better support for continuous integration in Bitbucket but don’t worry if your are using Jenkins, today is your lucky day. We’re pleased to announce the new Bitbucket Build Status Notifier Plugin, which is available starting from today providing fully integration of the build status API of Bitbucket with Jenkins CI.


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SymfonyCon 2015 Paris – Happy Birthday Symfony

Symfony hatte seinen 10ten Geburtstag und Flagbit war dabei.

Happy Birthday SymfonyEs versprach eine große Geburtstagsfeier zu werden und es wurde auch eine große Feier. Die SymfonyCon 2015 in Paris war nicht nur eine weitere Veranstaltung für das bekannte PHP Framework Symfony, sondern eine Party zum 10ten Geburtstag von Symfony. Der Event ging vom 3. – 5. Dezember und es kamen mehr als 1.000 Gäste, um mitzufeiern, sich auszutauschen und an den verschiedenen Vorträgen teilzunehmen, die neben Erfahrungen und code-technischen Tipps auch Beiträge zu E-Commerce unter Symfony anboten.

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Entwickler-Konferenz #MageTitans 2015 in Manchester

Sieben Entwickler und ein Projektmanager – zu acht repräsentierten wir Flagbit am vergangenen Wochenende in Manchester auf der Entwickler-Konferenz #MageTitans!

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Das Flagbit Team bei #MageTitans in Manchester 2015

Die Guy Fawkes Night (5th of november) hat uns mit schönen Feuerwerken empfangen, welche wir aus dem Flieger sehr gut beobachten konnten. Manchester feierte das ganze Wochenende und wir waren mittendrin, um Ideen zu sammeln und das Neueste rund um Magento2 zu erfahren.

Der Samstag war vor allem vollgepackt mit vielen interessanten Vorträgen für Entwickler. Aber auch ein Motivation-Talk und ein Projektmanagement-Talk standen auf dem Programm. Die vielen Eindrücke und Neuigkeiten können wir nicht alle im Detail wiedergeben, aber haben dafür die Slides und Links zu den Modulen/Ideen in eine Liste zusammengepackt.

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FlagTitans wäre auch ein schöner Team-Name

 

Bemerkenswert: Der #MageTitans 2015 Innovation Award ging an GoInStore, die einen Service anbieten, mit dem Kunden die Produkte per Stream direkt im Store ansehen können (Video: http://www.goinstore.com/in-action). Vielen Dank an Magento für die reibungslose Organisation und an die tolle Community, die uns zu neuen Ideen/Lösungen inspiriert hat.

Hoffentlich sehen wir uns nächstes Jahr wieder!

Speaker-Slides

Architecture in the small (Vinai Kopp)

Frontend From Scratch (Yousef Cisco)

https://www.dropbox.com/s/c55ierjxrnr5cnd/Mage%20Titans.pdf
Example rewrite to disable Magento from falling back to base/default
https://gist.github.com/yousefcisco/06053007ceb28aa19007
Example config to add a new Magento page type and disable one_column form being default
https://gist.github.com/yousefcisco/216c731297d4ce6ac2a7

Debugging and Magento (Tony Brown)

Going Beyond Magento speed limits (Ivan Chepurnyi)

https://prezi.com/f7wi-iqwllfh/going-beyond-magento-speed-limits-without-hhvm-and-varnish-mage-titans/

Agile Product Management (Kimberely Thomas)

Magento Best Practices (Alessandro Ronchi)

Magento Module/Ideen

Magento Configuration-Cache-Lock

Allows you to rebuild magento cache only once, also when there are concurrent requests
https://github.com/ctidigital/Configuration-Cache-Lock

Meanbee PersonalisedContent Extension

Automatically show customers the most relevant static blocks based on their previous product purchases and views.
https://github.com/MageHack/PersonalisedContent

Extend the Magento cron configuration

https://www.sonassi.com/help/magestack/magento-cron-configuration

Magento Symfony Container

Provides Magento with an instance of a Symfony DI Container
https://github.com/inviqa/magento-symfony-container

Mustache

Allows you to render the same template server side and client side
https://github.com/AmpersandHQ/mustache

Über Sinn und Unsinn des Sliders

Fast jeder hat ihn oder will ihn haben aber braucht ihn nicht. Oder besser gesagt: Er sollte auf ihn verzichten! Der Slider wird nachweislich ignoriert oder irritiert im schlimmsten Fall den Besucher der Seite.

showroomWo man hinschaut: Slider. Fast überall auf fast jeder Webseite. Warum eigentlich diese Besessenheit? Der Slider wird als Möglichkeit gesehen, so viel Inhalt wie möglich auf einmal zu präsentieren. Und genau das ist das Problem! Ich drehe die Aussage um und behaupte: Der Slider ist der verkörperte Kompromiss und steht symbolisch für die Unentschlossenheit in unserer Gesellschaft!

Viel hilft nicht viel

Man stopft seine Seite voll und das ausgerechnet an einer Stelle, die man mit wertvollem Content füllen sollte, denn darauf würde unsere Aufmerksamkeit auf einer Webseite normalerweise fallen. Stattdessen findet man oft auch noch automatisierte Slider, die alle paar Sekunden das Bild wechseln. Dabei gibt es eigentlich nur einen grundlegenden Gedanken, den man zu Ende denken sollte: Wenn mich der Inhalt des Sliders nicht interessiert, dann ist er unnötig, und wenn er mich interessiert, dann wechselt das Bild und der Inhalt wird mir quasi abrupt entrissen. Platzverschwendung!

Eyetrackingtests belegen, dass wir extrem schnell in der Lage sind, Seiten zu scannen, die Stellen von Bannern und Werbung zu lokalisieren und diese dann zu ignorieren. Und der Slider ist in die gleiche Kategorie wie das Banner einzuordnen, auch wenn hochwertige Markenbilder präsentiert werden. Es ist schlichtweg nicht effektiv, wie das Bild des Tests zeigt. Der Slider spielt fast gar keine Rolle, weil der User unverzüglich nur den relevanten Content fokussiert. Das belegen auch Click-Through-Rates. Kaum einer klickt tatsächlich in den Slider.

eyetracking

Vielmehr können Slider es viel schwerer machen, sich zu konzentrieren. Wenn ständig Bewegung auf der Seite ist, dann ist auch unser Gehirn ständig unter Beschuss und wird von den eigentlichen Inhalten abgelenkt. Das widerspricht der eigentlichen Aufgabe, eine kundenfreundliche Webseite anzubieten. Die User haben wenig Zeit, da wollen Sie so einfach wie möglich informiert werden. Harrison Jones nennt es den Megaphone Effect. Man wird ständig durch die Bilder vom relevanten Content weggerufen und abgelenkt.

 

 

Deutlich schärfer fallen diese beiden Urteile aus:

„It gets ignored. It´s distracting. It´s confusing. It squeezes out relevant content. It slows down your site. It causes global warming.” (James Royal-Lawson)

Chris Goward nennt den rotierenden Slider sogar die Geißel des Homepage-Designs.

Viele Besucher, die auf eine Webseite kommen und einen riesigen Slider vorfinden, realisieren oft gar nicht, dass sie nach unten scrollen müssen. Aber auch wenn man eindeutig darauf hinweist, dass man nach runterscrollen muss, ist die Aufforderung auch irgendwie paradox. Warum wird mit der relevante Content nicht gleich oben präsentiert?

Zu viele H1-Tags

In vielen Fällen ist der Slider in ein H1-Tag integriert. Das heißt fünf Sliderbilder, fünf H1-Tags. Aus SEO Gründen sollte allerdings immer nur ein H1-Tag verwendet werden. Beim Slider wechselt dieses ständig durch und entwertet damit die Keyword-Relevanz. Außerdem liefern die Slider oft nur dürftigen Content, der allerdings für das Ranking der Keywords gebraucht wird. Man sollte damit nicht erwarten, dass man in den Rankings gut abschneidet.

Man muss sich als Shopbetreiber wirklich hinterfragen, ob man einen Slider unbedingt braucht, um seine Botschaft an den Kunden zu bringen. Dabei sollte man berücksichtigen, dass man dem Kunden den Informationszugang so einfach wie möglich gestalten und nicht den einfachsten Weg für einen selbst wählen sollte. Genau das ist der Slider – die einfache Lösung, wenn man sich nicht auf den relevantesten Content einigen kann. Dann stopft man lieber alles rein. Ein Trugschluss. Prioritäten sind wichtig, nicht nur im Alltag sondern auch im Online Shop.

(Bild 1: Screenshot www.shwrm.de, Bild 2: Eyetracking Test/James Royal-Lawson)

Konkurrenz für Zalando? Showroom launcht deutsche Plattform

Das polnische Start-Up Showroom will seine Fashion-Plattform www.shwrm.de in Deutschland etablieren. Junge Independent-Designer haben hier die Möglichkeit, ihre Kreationen online zu präsentieren und zu verkaufen.

Fashion ist neben Elektroartikeln und Büchern eine der Hauptbranchen im E-Commerce. Immerhin wurden 2014 mehr als 11 Mrd. Euro allein in Deutschland im Bereich Kleidung und Schuhe online umgesetzt – Tendenz steigend. Wer möchte da nicht ein Stück vom großen Kuchen abhaben? Das dachten sich vor drei Jahren wohl auch die beiden Gründer von Showroom Jasiek Stasz und Michał Juda. Mittlerweile hat das Start-Up den dritten Platz beim SevenVenturesPitchDay-Wettbewerb in Berlin belegt und startete im Oktober ihre Mediaoffensive mit einem TV-Spot bei der ProSiebenSat1-Gruppe.

In so manchen Blogs liest man des Öfteren die Frage, ob das Unternehmen den etablierten Mode-Händlern wie Zalando zur Konkurrenz erwachsen kann. Aber stellt sich die Frage so überhaupt? Wir müssen nicht darüber diskutieren, dass sich der Wettbewerb im Modesegment stark verdichtet und dass ein Vorstoß als Newcomer definitiv zu hinterfragen ist. Die Konkurrenz sind Hochkaräter wie Zalando, About You und vielleicht auch bald Amazon Fashion, das 2016 ein eigenes Modelabel herausbringen wird. Da macht es nur wenig Sinn als Neuankömmling zu glauben, dass man diesen Unternehmen gewachsen ist und sich behaupten kann. Mit dem Medienkonzern Hubert Burda Media steht zwar ein Anteilseigener hinter Showroom, der über entsprechende finanzielle Mittel verfügt, dennoch ist stark anzuzweifeln, ob man sich durchsetzen kann. Es sei denn, man wählt einen anderen Ansatz als die großen Player.

Alleinstellungsmerkmal gesucht

showroomModomoto und Outfittery haben zum Beispiel nicht das Rad neu erfunden, sondern das Curated-Shopping in den Online-Handel erfolgreich integriert, was ihnen Zalando und About You nun gleichtun. Showroom setzt auf eine ganz andere Strategie und definiert sich zunächst nicht über eine spezielle Serviceleistung, sondern möchte mit den ungewöhnlichen Artikeln überzeugen. Man versteht sich als Plattform für ungewöhnliche Kollektionen von wenig bekannten Independent-Designern. Keine „Standardware“ und das ist eben der Unterschied.

Die Frage ist jetzt, ob das ausreicht, um nachhaltig erfolgreich zu sein? Das lässt sich jetzt natürlich noch schwer vorhersagen, inwieweit die Kunden auf Independent-Fashion dauerhaft anspringen. Das erscheint mir sehr trendabhängig. Was dagegen weniger Schwankungen unterliegt, sind die Vorgaben an einen funktionierenden Shop. Und das erste, das ins Auge fällt, wenn man den Shop öffnet, ist ein automatischer Slider. Es gehört mittlerweile zum Standard diese schnell wechselnden Bildchen zu verwenden, auch wenn sie nachweislich eher keine oder negative Effekte auf den Besucher haben. Bei Showroom hätte man sich diesen definitiv sparen können, denn inhaltlich transportiert dieser keine Message, welche die Navigationsleiste nicht allein hätte abdecken können. So wird man unnötigerweise von wechselnden inhaltslosen Inhalten irritiert.

Independent aber wenig kreativ 

showroom2Durchaus ansprechend kommt ansonsten das Design des Shops daher und bietet auch den Designern einen eigenen Menüpunkt zur individuellen Präsentation. Sobald man allerdings auf eine der Marken klickt, bietet sich ein altbekanntes Bild: Die Präsentation der Artikel wirkt wie von der Stange. Artikel neben Artikel. Jacken neben Hose. Der typische und nur bedingt hilfreiche Produktfilter fehlt natürlich auch nicht. Der Vergleich zwischen Warenlager und Boutique kommt in den Sinn, aber wäre in diesem Fall übertrieben. Dennoch – die Präsentation von Independent-Kollektionen hätte ich mir anders vorgestellt. Etwas weniger „dependent“ von den herkömmlichen Shops zumindest. Eben mehr als „Showroom“. Hier muss sich das Unternehmen an den eigenen Claims messen lassen. Im TV-Werbespot heißt es: „Du bist nicht wie alle anderen!“ Wenn ich anders bin, warum soll ich dann bei einem Shop einkaufen, der wie alle anderen ist?

Auch in Sachen Personalisierung erscheint mir noch Nachholbedarf. Man versucht zwar unter der Rubrik „Lass dich inspirieren“ beratend zur Seite zu stehen, es bleibt aber nur ein gutgemeinter Versuch. Man wird unmittelbar zur Artikelseite weitergeleitet. Ein paar Kombinationstipps wären vielleicht ganz hilfreich. Es ist natürlich Kritik auf hohem Niveau, aber wenn man sich dauerhaft als Mode-Online-Shop positionieren möchte, dann mangelt es nach meinem Empfinden an der Kreativität der Darstellung und an der Betreuung der User. Der USP liegt sicherlich bei den ungewöhnlichen Produkten. Die Frage stellt sich nur, ob man sich nicht zu sehr darauf verlässt?

(Bildquellen: Screenshots www.shwrm.de)

Braucht man das? Amazon plant eigenes Modelabel

Seit Dienstag ist bekannt, dass Amazon daran arbeitet, sein eigenes Modelabel zu gründen. Damit möchte das Unternehmen auf die große Nachfrage nach Kleidern bei Amazon Fashion reagieren. Ob man dafür seine eigene Modelinie braucht, ist allerdings die Frage.

Auch das noch. Jetzt will Amazon auch noch die Modewelt dominieren. Gut, das ist nicht erst seit Dienstag bekannt. Seit mehreren Jahren investiert das Unternehmen bereits in den Ausbau seines Modemarktplatzes, der als Amazon Fashion bekannt ist. Und jetzt der Vorstoß zum eigenen Modelabel. Da sich viele Markenhersteller aus dem Bereich Fashion weigern würden, eine Kooperation mit Amazon einzugehen und es daher zu Lücken im Sortiment kommt, möchte man nun mit einem eigenen Modelabel darauf reagieren. Das ließ der stellvertretende Leiter der Amazon-Fashion-Abteilung Jeff Yurcisin am Dienstag auf der WWD in New York verlauten. Amazon möchte damit langfristig auf die wachsende Nachfrage reagieren.

Lebensmittel und Mode – diese beiden Bereiche hat Amazon als Wachstumschance für die Zukunft ausgemacht. Daher auch der Plan eigene Lebensmittelmarken zu entwickeln. Die Entwicklung einer eigenen Modelinie dürfte da allerdings eine besondere Herausforderung darstellen, ist doch der E-Commerce-Gigant nun mal nicht die erste Anlaufstelle in Sachen Mode. Und das hat auch seine Gründe. Viele Marken weigern sich, ihre Produkte über Amazon zu vertreiben, weil es dem Marktplatz weniger um Präsentation und Betreuung geht als vielmehr die Pflege des Niedrigpreis- und Convenience-Images gehe. Es ist ein Warenumschlagsplatz und keine Boutique, und das ist genau der Punkt.

Mode braucht das Markenerlebnis

amazon

Ein Produkt wie das andere

Mode lebt von der Marke und dem Markenerlebnis. Dazu gehört auch die Shopping Experience online, wie es beispielweise Curated-Shopping-Modelle beweisen. Bei Amazon hat man da nur den Eindruck, man kaufe von der Stange. Deshalb ist es absolut verständlich, dass sich viele Modemarken in der Zwickmühle fühlen. Natürlich bietet Amazon die besten Distributionswege, aber man muss auch berücksichtigen, dass genau das im Modebereich nicht alles ist. Es geht um ein Markenerlebnis, das über Amazon Fashion bisher nicht geboten wird. Da besteht die berechtige Frage nach dem Imageschaden für die Marke, wenn sie ihre Produkte derart billig und einfallslos über einen Marktplatz vertreibt. Dabei hätte Amazon beste Voraussetzungen genau das umzusetzen. Man besitzt eine riesige Datenbank von Millionen von Kunden, ein exzellentes Logistiknetzwerk und hervorragende technische Voraussetzungen, um ein personalisiertes Shopping-Erlebnis zu ermöglichen. Sicherlich stellen Kleider ganz andere Anforderungen an Recommendation Engines als Bücher, aber wer wenn nicht Amazon hätte da die finanziellen Möglichkeiten, um sich darauf einzustellen.

Eine eigene Amazon Modemarke ist natürlich eine Investition für die Zukunft und ein Druckmittel für die etablierten Marken, sich auf eine Kooperation mit Amazon einzulassen. Ich halte das dennoch für äußerst fragwürdig, ob man sich im Modebereich mit seiner eigenen Amazon Marke positionieren kann. Das Image des Warenlagers und Billiganbieters wird man, glaube ich, so nicht loswerden. Man wird ein Convenience-Produkt und damit austauschbar. Amazon wird damit natürlich Umsatz generieren, denn Kunden lassen sich für diese Artikel finden. Aber man wird den Aufstieg zur erlebbaren Marke wohl eher nicht bewältigen. Will man wahrscheinlich auch gar nicht. Es sei denn, und das ist Amazon durchaus zuzutrauen, man schafft es, dieses Online-Shopping-Erlebnis zu erzeugen und sich in diesem Segment vom Niedrigpreis-Image zu distanzieren. Aber dann könnte man solche Bedingungen auch gleich den Topmarken anbieten. Und das würde aus meiner Sicht einfach viel mehr Sinn ergeben.

(Screenshot: Amazon Fashion)

Neue Vorstöße in Richtung Multichannel-Shopping

Der Spielzeug- und Modellbauhändler idee+spiel eröffnet zu seinen stationären Filialen einen Online-Marktplatz. Sportscheck geht den umgekehrten Weg und startet diese Woche in Aachen seine neue Multichannel-Filiale. Aber woher soll ich das als Kunde wissen? Es hapert gewaltig an der Selbstinszenierung.  

Nach 850 stationären Fachgeschäften in Deutschland, Österreich, Italien und Belgien startet idee+spiel mit seinem eigenen Online-Marktplatz www.ideeundspiel.com. Kinderspielzeug und Modellbauartikel können nun auch digital und nicht nur in den Läden gekauft werden. Zu Beginn soll das Sortiment rund 25.000 Artikel umfassen und stetig weiter wachsen. Dabei soll die Abwicklung jeder Bestellung über die regionalen Fachhändler laufen. Damit möchte man laut den beiden Geschäftsführern Andreas Schäfer und Jochen Martens das persönliche Gesicht trotz Online-Marktplatz bewahren.

idee und spiel

Die Idee klingt schlüssig und zeigt, dass das Unternehmen den Schritt zur digitalen Transformation wagt und vom wachsenden E-Commerce profitieren will. Was ich allerdings etwas verkümmert in diesem Zusammenhang finde, ist das man trotz breiter Ankündigung der Online-Präsenz  im Slider der Webseite nur auf eine langweilige Textseite weitergeleitet wird (Bild links). Da hätte ich mir aus PR-technischen Gründen etwas mehr „Ideen“ und „Verspieltheit“ erwartet.

Öffentlichkeitswirksamkeit wird einfach verschenkt

sportscheck

Ähnliches gilt auch für SportScheck, das auf seiner Webseite der Store-Eröffnung fast gar keine Präsenz einräumt. Das Unternehmen, das zur Otto-Gruppe gehört, eröffnet diese Woche eine Filiale auf zwei Ebenen im Aachener Aquis Plaza Center. Auf einer Fläche von 2.300 Quadratmetern können Besucher die Vorteile aus off- und online erfahren und sich beispielsweise ihre Füße über einen 3D-Scan vermessen oder ihre Laufweise per Video analysieren lassen. Dazu ist jeder Verkäufer mit einem iPad ausgestattet und kann so jederzeit die Bestände im Online Shop abfragen und auch dort bestellen, sollten entsprechende Artikel nicht in der Filiale vorhanden sein. Außerdem können sich die Kunden ihren Einkauf, wie in den übrigen Filialen, über einen Kurier noch am gleichen Tag nach Hause liefern lassen.

Schön, schön. Auf dem Online Shop erfährt man aber erst einmal gar nichts zu dieser Store-Eröffnung, es sei denn, man sucht konkret danach (Bild rechts). Und wenn man sie dann gefunden hat, werden die UVPs auch nicht wirklich herausgestellt. Aachen ist da einfach nur eine Filiale von vielen. Hier fehlt mir nicht nur ein wenig Funktionalität, sondern man verschenkt auch definitiv die Chance zur mehr Öffentlichkeitswirksamkeit und Selbstinszenierung. Das ginge deutlich besser!

(Screenshot 1: idee+spiel, Screenshot 2: SportScheck)

Meet Magento Schweiz 2015

Zum zweiten Mal nach 2014 fand die Meet Magento in der Schweiz statt. Zahlreiche Teilnehmer aus der Schweiz, Deutschland, Frankreich etc. waren gekommen, um bei den 27 Vorträgen und Podiumsdiskussionen zu Themen rund um den E-Commerce im Hotel Riverside in Glattfelden bei Zürich dabei zu sein.

meet magentoEinen kurzen Moment waren wir uns echt nicht sicher, ob wir auch tatsächlich auf der Konferenz ankommen würden. Das Navi hatte uns am Freitagmorgen mitten durch den schweizerischen Wald, über einen Hügel und auf einen Schotterweg geschickt und dabei war das Ziel doch nur noch 500 Meter entfernt. Kommen denn alle Teilnehmer mit Allradantrieb? Dann aber doch große Erleichterung, als wir aus dem Wald herausfuhren und das Hotel Riverside vor uns auftauchte.

Man muss ein Gewinner werden

Eines der zentralen Themen, die vortragsübergreifend auf der Konferenz immer wieder zu Sprache kamen, war die Customer Experience und die Frage, warum Kunden nicht kaufen? Das kann natürlich zahlreiche Gründe haben. Einer davon ist die Unzufriedenheit mit dem Service und die Art der Selbstinszenierung. Laut Livio Sidler (Swiss Online Group AG) sollte man sich eine „Winner Attitude“ zulegen, denn Kunden wollen von Gewinnern kaufen. Dann lassen sich nicht nur Kunden, sondern auch Fans gewinnen, die eine viel höhere Loyalität zum Unternehmen und der Marke aufweisen. Wichtig sei es dann aber auch, diese Loyalität zu belohnen. Und: Cross-Selling ist wichtig, aber man sollte die richtigen Fragen stellen und die empfohlenen Produkte sollten nie mehr als 25% als der eigentliche Artikel im Warenkorb kosten.

Eine weitere Faustregel, die man sich merken sollte: Nie mehr als sieben Mal das gleiche Produkt in einem Banner bewerben, ansonsten erreicht man genau das Gegenteil: Man nervt den Kunden, so Norman Irion von der netpulse AG. Und wer mit seinem Shop in Sachen Design, Funktionalität und Qualität nicht überzeugen kann, dem hilft auch der höchste Traffic nicht. Der Grund Nummer eins, warum die User Shops verlassen, ist laut Bruno Verhaeghe von CoScale die lange Ladezeit. Drei Sekunden seien die Nutzer gewillt zu warten, danach verliert man pro Sekunde 27% der Conversions. Hier heißt es also, erst einmal die Hausaufgaben richtig machen und für kürzere Ladezeiten und für ein Responsive Design zu sorgen, um vor allem auch dem Mobile Commerce gerecht zu werden.

Noch viel ungenutztes Potenzial in der Schweiz

Interessant war zu sehen, wie viel Potenzial im schweizer E-Commerce steckt. Die netcomm suisse präsentierte einige eindrucksvolle Zahlen, die zeigen, dass sich nicht nur eine Investition in schweizer E-Commerce-Unternehmen lohnt, sondern es auch für ausländische Unternehmen Sinn macht, auf dem schweizer Markt aktiv zu werden. 70% der schweizer Online Shopper kaufen nämlich im Ausland ein und insgesamt geben die Schweizer pro Jahr 8.3 Mrd. Euro für Produkte aus dem E-Commerce aus. Umgekehrt kaufen Briten, Deutsche, Franzosen und Italiener etc. auch gerne crossborder bei den Schweizern, da der Qualitätsanspruch geschätzt wird. Insgesamt seien es 30 Mio. Online Shopper weltweit, die daran interessiert sind.

Auch wenn die Rechnung für die Schweizer wie auch für die Deutschen nach wie vor die beliebste Bezahlmethode ist, an PayPal kommt man mittlerweile nicht mehr vorbei. Wer also im E-Commerce national wie international  unterwegs ist, der muss PayPal anbieten. Die Verbraucher erwarten dies einfach. Noch leichter soll das Bezahlen nun mit PayPal One Touch ablaufen. Nach einmaligem Einloggen braucht man nie wieder ein Passwort zu benutzen und kann direkt den Kauf abschließen. Alles für eine reibungslose Shopping Experience und mehr Conversions.

Perpetual Disruption – am Knie der Zeitenwende

Einer der interessantesten Vorträge war der von Alain Veuve von der AOE Switzerland GmbH und handelte von der Digitalen Transformation. Wir treten gerade in das Zeitalter der Perpetual Disruption ein. Dieses Zeitalter ist geprägt von immer schneller werdenden Wandlungszyklen durch den technischen Fortschritt. Diese Wandlungszyklen werden bald so schnell immer und immer wiederkehren, dass sie zur alltäglichen Regel werden.

Der technische Fortschritt wächst dabei exponentiell und wir stehen gerade am Knie oder der Biegung der Kurve. Die Zukunft zeigt steil nach oben. Die Welt wird sich immer rasanter verändern, sodass wir uns heute schon nicht mehr vorstellen können, was in 10-20 Jahren sein könnte. Das stellt nicht nur die Gesellschaft sondern auch die Wirtschaft vor ganz neue Herausforderungen. Was bedeuten immer schneller werdende Innovationszyklen für die Lebensdauer von Unternehmen, wie können Unternehmen davon profitieren, wie sich neu aufstellen etc.? Die Digitale Transformation sollte dabei oberste Priorität haben. Den Anschluss sollte man nicht verpassen.

Abschließend…

12178079_935976936440461_1979406512_nZum Ausklang der Konferenz gab es ein Bowling Turnier, welches Michael Türk souverän für Flagbit gewann. Danach ging’s wieder Richtung Karlsruhe. Diesmal ohne Feldwege.

PS: Magento 2 kommt. Und zwar noch in diesem Jahr. Mit verbesserter Administration, verbesserter Performance, verbesserter Integration…

 

 

 

Wächst der deutsche E-Commerce auch weiterhin?

Das IFH Köln wagt den Blick in die Zukunft und errechnet drei mögliche Szenarien für die Entwicklung des Umsatzes im Online-Handel bis zum Jahr 2020.

ifh

Der deutsche E-Commerce wächst auch 2015 zweistellig. Rund 46 Mrd. Euro brutto (inkl. MwSt.) werden dieses Jahr in der Bundesrepublik voraussichtlich online umgesetzt. Wie aber verhält es sich damit in fünf Jahren. Um das zu bewerten, hat das Institut für Handelsforschung Köln (IFH) drei Varianten errechnet, wie sich der deutsche E-Commerce bis 2020 entwickeln könnte. Dabei wurden Faktoren wie demografischer Wandel und der Ausbau der Multi-/Omnichannel-Konzepte durch den stationären Handel miteinbezogen.

In Szenario 1 prognostiziert das Institut eine Verdreifachung des Online-Umsatzes auf 118 Mrd. Euro brutto. Um ein derartig großes Wachstum zu erreichen, müssten die Anbieter allerdings zahlreiche Innovationen in Logistik und Personalisierung etc. zum Einsatz bringen, die dann auch von den Verbrauchern positiv angenommen werden.

Im zweiten Szenario schwächen sich die Wachstumsraten deutlich ab und man erreicht bis 2020 einen Online-Umsatz von 73 Mrd. brutto. Grund für diese Berechnung sind Annahmen, dass der E-Commerce zur Selbstverständlichkeit wird, immer noch neue Käuferschichten gewonnen werden können, der Omnichannel-Service allerdings zu vermehrten Umsatz bei den stationären Geschäften führt.

In Szenario 3 geht die Forschung von einer ersten Sättigung des Marktes aus und es kommt nur zu einem         E-Commerce-Umsatz von 52 Mrd. Euro brutto, weil es zu wenig innovative Impulse gibt oder diese nicht von den Verbrauchern angenommen werden. Hinzukäme das Erreichen einer Sättigungsgrenze bei Büchern, Mode, Elektronik und anderen Vorreiterbranchen. Außerdem würde auch hier der stationäre Handel vermehrt von den Omnichannel-Konzepten profitieren.

Szenario 3 wird allerdings für die unwahrscheinlichste Entwicklung erachtet, da man zahlreiche und erfolgreiche Innovationen im E-Commerce erwartet. Eine der entscheidenden Fragen ist auch, wie sich der Online-Handel mit Lebensmitteln gestalten wird. Nach Amazon Pantry startet da jetzt auch Lidl mit der Vorratsbox in den E-Commerce. Es bleibt abzuwarten, ob das bei der älterwerdenden Gesellschaft zunehmend zu einer Option wird. Das hätte dann erhebliche Auswirkungen auf den Markt.

(Bild: Screenshot ECC Köln)

Jeder dritte TV-Werbespot bewirbt ein E-Commerce-Produkt

shutterstock_15301480Eine Studie der Media-Tracking-Agentur Xad ergab, dass 32 Prozent der TV-Werbespots von Januar bis September 2015 für ein Produkt aus dem Online-Handel warben. Das hatte man sich auch schon irgendwie gedacht.

Es ist keine wirklich neue Erkenntnis, aber nun bestätigen die Zahlen auch den persönlichen Eindruck: Der E-Commerce beherrscht zunehmend die TV-Werbung. War es 2014 noch jeder vierte Werbespot, ist es 2015 bereits jeder dritte, der ein E-Commerce-Produkt bewirbt. Da soll noch einer sagen, das Fernsehen verliert mehr und mehr an Relevanz. Im Gegenteil: die Online-Shopping-Primetime läuft sogar parallel zur TV-Primetime. Die Fernsehwerbung hat vor allem zwischen 20 und 23 Uhr eine enorme Impulswirkung auf den Traffic und die Conversion Rate der Online Shops.

Reiseportale erobern das Fernsehen

xad

Quelle: Xad

Da ist es auch wenig überraschend, dass E-Commerce-Unternehmen zunehmend in diesen effektiven Werbekanal investieren. Vor allem Reiseportale haben das Fernsehen für sich entdeckt, wie die XAD-Studie zeigt. Unister hat mit seinen Portalen ab-in-den-urlaub.de und fluege.de den TV-Spot-Marktführer Amazon abgelöst und investierte in den ersten neun Monaten diesen Jahres bereits 111,2 Millionen Euro. Amazon folgt da erst auf Platz 4 mit 59,63 Millionen Aufwand.

 

Die E-Commerce-Unternehmen werben besonders auf den günstigeren Spartensendern wie SIXX, ProSiebenMAXX oder DMAX, deren Publikum auch eher aus vergleichsweise jüngeren Zuschauern besteht und somit eine höhere E-Commerce-Affinität aufweist. Bei SIXX liegt der Anteil sogar bei 50 Prozent der Werbespots. Am wenigsten laufen E-Commerce-Spots dagegen – wenig überraschend – auf den klassischen Vollprogrammsendern wie RTL (12%), ARD (4%) und ZDF (1%).

Die Auswertung von Xad umfasst 19 Free-TV Sender und schließt die sendereigenen Werbekampagnen aus.

(Bild: Shutterstock)