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Umsätze steigern durch Facebook Marketing

Facebook-Marketing ist ein umstrittenes Thema unter Online-Marketern. Besonders wegen prominenter Fälle wie bspw. General Motors­, die aufgrund mangelnder Erfolge ihre Ad-Kampagnen stoppten sowie das allgegenwärtige Gerede von schlechter Messbarkeit und grauseligen Conversion-Zahlen haben die Goldgräberstimmung rund um das Zuckerberg-Imperium ernüchtert. Dabei klang doch alles so gut: Mit verhältnismäßig geringen Investitionen könne man auf Facebook sehr viele Menschen erreichen und damit (theoretisch) hohe Gewinne erzielen. Jedoch sieht dies in der Praxis oft anders aus.

Wir wollen aber an dieser Stelle einmal anhand von Electronic Arts und play.com Beispiele aus der Kategorie „Best Practice“ vorstellen und zeigen, dass mit kreativen Ideen auch durch Facebook Gewinne erzielt werden können. Denn der bekannte Spiele-Entwickler und der Onlineshop können sich Millionenerträge durch Maßnahmen im Bereich Facebook-Marketing auf Ihre Fahnen schreiben.

Vor allem die Battlefield 3-Werbekampagne auf Facebook hat sich für Electronic Arts ausgezahlt. Wie Facebooks COO Sheryl Sandberg auf einer Investorenkonferenz bekannt gegeben hatte, erzielte Electronic Arts dank der Facebook-Kampagne durch Anzeigen und andere Social Media Werbemaßnahmen für Battlefield 3 Mehreinnahmen in Höhe von 12,1 Millionen US-Dollar. Electronic Arts hatte etwa 2,75 Millionen US-Dollar in die Kampagne auf Facebook investiert. Eine der ergänzenden Maßnahmen waren Rabattaktionen. Die Facebook Nutzer konnten, wenn sie Fan der EA Facebook Seite waren, an einem Gewinnspiel teilnehmen und einen 35%-Fan-Discount für Battlefield 3 gewinnen. Auch die Facebook-App war ein voller Erfolg. Mithilfe der App wird der User zum „Man on Fire“. Durch das Einbetten des eigenen Bildes in die Vorlage kann mithilfe der App der Nutzer zu einem echten Battlefield-Soldaten verwandelt werden. Das Bild kann dann bspw. als Profilbild demonstrieren, wie sehr man für das Action-Highlight des Jahres brennt. Zusätzlich wird der User mithilfe der App mit verschieden Informationen, wie zum Beispiel der Spielstand der Gegner, versorgt. Auch das Einblenden von Bannern wurde gut umgesetzt. Die Banner inszenieren, wie schnell der User von Battlefield 3 ins Kampfgeschehen gezogen wird. Mittels Tracking werden Datum, Uhrzeit und Ort des einzelnen Betrachters erfasst und im Banner eingeblendet. Dies und die gezeigten Szenen aus dem Spiel bringen den Kampf quasi vor die eigene Haustür, und das alles, ohne dass man sich um seine Einrichtung sorgen müsste.

Ein weiteres gutes Beispiel für erfolgreiches Facebook-Marketing ist der Onlineshop play.com. Das zur Rakuten-Group gehörende Unternehmen hat durch Werbekampagnen auf der Facebook Seite zwei Millionen Pfund oder umgerechnet ca. 2.537.000 Euro erzielt. Die Verantwortlichen bei play.com nehmen an, dass ein Kunde, der seinen ersten Einkauf durch die Empfehlung der Facebook Seite tätigt, 30 % mehr Geld ausgibt als ein durchschnittlicher Verbraucher, der aus anderen Kanälen auf die Webseite von Play.com kommt. Auch hier wurden die Anzeigen durch weitere Maßnahmen ergänzt, die auf der Facebook Seite vorgenommen wurden. Im Mittelpunkt stehen auch hier vor allem verschiedene Gewinnspiele. Teilnehmer werden, wenn sie die play.com-Seite „liken“, zu den Gewinnspielen zugelassen. Zurzeit wird beispielsweise ein Trip für zwei Personen nach Los Angeles verlost. Auch kann man sich bei play.com mit dem eigenen E-Mail Account registrieren, um zu erfahren, welche Produkte man zu einem vorteilhaften Preis erwerben kann.

Fazit

Beide Beispiele zeigen, dass Maßnahmen auf der größten Social Media Plattform durchaus fruchten können. Anreize wurden vor allem durch attraktive Vorteile geschaffen, die so natürlich nicht jedes Unternehmen realisieren kann. Interessant und eine Anregung zur Nachahmung für viele Fanpages ist aber der große Erfolg der Rabattkampagnen. Offensichtlich animiert viele Facebook-User nichts mehr, als die Aussicht auf Vergünstigungen. Innovative Mitmach-Aktionen halten die Fans zudem bei Laune. Und auch wenn die Facebook Guidelines häufig ein harter Gegner sind, ziehen Gewinnspiele nach wie vor. Für Shopbetreiber ist außerdem interessant zu wissen, dass Facebook-User zumindest in manchen Branchen spendabler als der Durchschnitt zu sein scheinen.

Facebook-Marketing kann also gewiss eine sinnvolle Ergänzung im Online-Marketing darstellen. Viele Webmaster gerade von kleinen Fanpages sehen dies meines Erachtens oft zu sehr als Selbstläufer an. Der Social-Media-User wünscht sich immer neues Futter und dies sollte möglichst innovativ sein und einen Mehrwert bieten. Letztendlich ist es das gleiche Mantra wie bei jeder anderen Content-Diskussion und doch muss man (auch sich selbst) immer wieder darauf hinweisen, um Erfolge erzielen zu können.

Wer am Thema dran ist, sollte auch die Facebook Business User Conference verfolgen.

Christoph Bauer
Christoph Bauer ist Account Manager bei der Flagbit GmbH & Co. KG. Zu seinen Hauptaufgaben gehört die Betreuung, Beratung und Weiterentwicklung der Flagbit-Kunden.

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