zielscheibe

Usability auf Landingpages – Teil 1

Zielsetzung: Landingpages sind einer der wichtigsten Konversions-Faktoren für viele Kanäle wie Suchmaschinenwerbung, Newslettermarketing oder Lead-Generierung im Allgemeinen. Aus diesem Grund sollten Webseitenbetreiber versuchen, ihrer Landingpage die nötige Nutzbarkeit zu verpassen. Denken Sie immer daran, dass die Nutzer, die auf Ihre Seite kommen, potenzielle Kunden oder Interessenten sind, versuchen Sie also nicht Ihnen etwas aufs Auge zu drücken, was diese nicht wollen, sondern Ihr Produkt oder Angebot bestmöglich zu präsentieren.

Zielsetzung

Für gute Usability auf einer Landingpage ist es im ersten Schritt wichtig, sich seiner Ziele klar zu werden und vorher eine genau definierte Zielsetzung zu erarbeiten. Eine Landingpage darf bestenfalls nur ein einziges Ziel haben, um denn Nutzer nicht zu verwirren. Man sollte sich also vorher Gedanken machen, was man mit dieser Seite erreichen will. Versuchen Sie wie gesagt nur ein einziges Ziel zu definieren, zum Beispiel das Ausfüllen eines Formulares oder den Klick auf einen Call-to-Action Button. Stellen Sie sich vorher folgende Fragen:

Was will ich? Welche Ziele habe ich mit der Seite?

Bevor Sie mit der Gestaltung der Seite oder dem Schreiben von Texten anfangen, ist es empfehlenswert sich ein Ziel, das an eine klare Handlungsempfehlung gebunden ist, zu erarbeiten. Beachten Sie hierbei Folgendes:

  1. Möchte ich etwas verkaufen oder habe ich einen nicht direkt monetären Zweck?
    (e.g. Newsletter)
  2. Wie reizvoll ist ein Abonnement meines Newsletters überhaupt?
  3. Ist mein Produkt nur lokal lieferbar oder auch außerhalb meines Einzugsgebietes?
  4. Kann ich mein Produkt durch eine klare Handlungsaufforderung (Call-to-Action) vertreiben? („Jetzt einkaufen!“, „Newsletter bestellen“)
  5. Möchte ich die Landingpage in den organischen Suchergebnissen erscheinen lassen oder als Zielseite einer Werbeanzeige?

Es ist ratsam, sich vorher über diese Dinge Gedanken zu machen und ggf. vorher Probleme aus dem Weg zu räumen, da sich diese Punkte direkt auf die Gestaltung, das letztendliche Ergebnis und den Erfolg einer Landingpage auswirken.

Haben Sie Ihr Ziel gefunden, z.B.: „Ich möchte Blumen per Versand in meinem Umkreis verkaufen und liefern”, können Sie sich dem nächsten Punkt widmen:

Was will der Kunde? Welche Ziele möchten meine Nutzer erreichen?

Versuchen Sie sich in Ihre Nutzer hineinzuversetzen. Gehen wir hier beispielsweise einmal davon aus, dass der Nutzer über die Google Werbung auf Ihre Landingpage kommt. Er fand Ihre Anzeige ansprechend oder überzeugend und möchte jetzt die Erwartungen, die er an seinen Klick gestellt hat, erfüllt bekommen. Dadurch, dass er auf Ihre Anzeige geklickt hat, können wir zudem feststellen, dass er sich a.) für Ihr Produkt oder b.) für das Produkt im Allgemeinen interessiert, sein erstes Ziel ist es also, sich gezielt mit diesem Produkt zu beschäftigen und sich darüber zu informieren. Weiter gibt es im weitesten sinne grundsätzlich zwei verschiedene Arten von Zielen, die ein Nutzer mit dem Besuch einer Webseite verfolgt. Entweder möchte er sich ausschließlich informieren oder er möchte in näherer Zukunft etwas kaufen. In beiden Fällen sollte man dem Nutzer auf jeden Fall den Einstieg in die jeweilige Materie erleichtern. Ein erster praktischer schritt wäre hier beispielsweise, den Anzeigentitel aus Ihrer Anzeige so zu gestalten, dass Sie Ihrer Landingpage genau denselben oder nahezu gleichen Titel geben können (z.B. „Blumenhandel Wanne-Eickel“). Dies schafft sofort eine klare Verbindung zwischen Ihrer Landingpage und der Werbeanzeige. Weiter sollte die Seite mit einer informativen zweiten Headline oder einem kurzen Text ausgestattet werden, um weitere relevante Kurz-Infos weiterzugeben. Ich gehe auf dieses Thema später genauer ein. Haben Sie so das erste Ziel des Nutzers erfüllt, also die reine Informationssuche, können Sie dem Nutzer weitere Elemente anbieten, die das Produkt, weshalb er auf die Anzeige geklickt hat, weiter Bewerben bzw. ausführlicher Beschreiben.
Geht es dem Nutzer ausschließlich um Informationen, so sollten Sie ihm diese so komprimiert aber auch informativ, wie möglich präsentieren.
Will der Nutzer kaufen, können Sie ihn mit bestimmten Methoden, auf die ich später auch eingehe, zum Kauf bewegen.

 

Weiter geht’s in Teil 2 mit dem Thema Nutzerführung…

(Bildquelle: Shutterstock)

Simon Manz
Simon Manz ist E-Commerce Search Marketing Specialist der Flagbit GmbH & Co. KG. Als gelernter MediaDesigner übernimmt er Aufgaben in den Bereichen SEM (SEO und SEA), Content Management und Usability.

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!

Benachrichtige mich zu:
avatar

wpDiscuz
Weitere Beiträge zum Thema
Sicherheit bei TYPO3
Flagbit in den USA: Magento Hackathon und imagine eCommerce
Amazons neue Produktanzeigen
Conversion Experte Karsten Wesch beim 17. E-Commerce Stammtisch