usability4

Usability auf Landingpages Teil 4

Informationsgehalt auf Landingpages: Als letztes Thema in unserer Reihe „Usability für Landingpages“ widmen wir uns der Frage nach dem Informationsgehalt auf unseren Landingpages.

Wie viel Content soll ich auf Landingpages bereitstellen?

Bestimmt haben Sie sich schon öfters gefragt, wie viel oder wie wenig Text man seinem Nutzer zumuten kann oder möchte. Es kann ausreichen die wichtigsten Informationen darzubieten, jedoch ist es möglich, dass einige Nutzer, je nach Produkt, weitere und tiefergehende Informationen erfahren wollen.  Dabei ist es wichtig,

 seine Zielgruppe genau zu kennen und anzusprechen. Sollten Sie mehrere Zielgruppen haben, können Sie über mehrere Landingpages für diese Zielgruppen nachdenken, falls dies technisch möglich ist.

Falls es also notwendig ist tiefergehende Texte zu verfassen, sollten Sie ihren Text folgendermaßen aufteilen:

  • Im oberen Bereich der Webseite, platzieren Sie, nach den in den vorherigen Teilen besprochenen wichtigsten Gestaltungspunkten wie z.B. der Call-to-Action, den ersten kleineren Text mit den wichtigsten Informationen.
  • Im unteren Bereich, nach den wichtigen Gestaltungselementen, vor allem der Call-to-Action, setzen Sie den längeren Text mit  weiteren benötigten Informationen. Dieser Text darf ruhig etwas länger sein, sollte 200 Zeichen aber nicht überschreiten.

Bedenken Sie auch wie erklärungsbedürftig ihr Produkt ist. Sollte dem Nutzer nicht sofort klar sein, worum es sich bei Ihrem Produkt handelt oder wie Ihr Service genau funktioniert, versuchen Sie es in möglichst wenigen und einfachen Worten zu beschreiben.

Es ist wichtig herauszustellen, dass zwischen der dargebotenen Information in Form von Text und dem für den Verkäufer wichtigsten Aspekt, der Call-to-Action, ein Zielkonflikt besteht. Einerseits ist es für den Benutzer wichtig möglichst viel über Ihr Produkt zu Erfahren. Andererseits ist es für Sie wichtig, dass der Benutzer danach das Produkt auch kauft. Hierfür gibt es  im Allgemeinen jedoch keine einfache Lösung. Wie Sie Ihre jeweiligen Objekte am besten Platzieren, sollten Sie   vorzugsweise anhand von A/B- oder Multivariaten Tests ermitteln.

Welche Informationen sind für den Nutzer wichtig?

  • Überlegen Sie sich welche Vorteile Ihr Produkt hat und vor allem welche Vorteile Ihr Produkt für den Nutzer bietet, schließlich ist er derjenige, der Ihr Produkt kaufen soll.  Ordnen Sie die Vorteile erneut nach der Relevanz für den Kunden: Wieso sollte er gerade Ihr Produkt benutzen? Welche Vorteile hat er gegenüber anderen, ähnlichen Angeboten?
  • Gibt es z.B. eine Zeitersparnis usw. ?
  • Was kann Ihr Produkt?
  • Wie hilft Ihr Produkt dem Nutzer weiter?

Schreiben Sie diese Infos in die  oben erwähnten ersten kürzeren Paragraphen. Bedenken Sie außerdem: Der Nutzer sollte immer im Vordergrund stehen, nicht Sie. Schreiben Sie also in einem gewissen Sinne über Ihn und nicht über Sie.

Stellen Sie als Nächstes klar, was vom Nutzer gefordert wird, welche  Bedingungen, wie Preise, Laufzeiten oder Lieferzeiten, bestehen. Dies kann im Rahmen des oben erwähnten längeren Paragraphen geschehen. Informieren Sie über alle Aspekte die in diesem Moment wichtig für den Nutzer sind. Sollten zum Beispiel aufgrund von Besonderheiten Ihres Produkts die Lieferzeiten außergewöhnlich lang sein, so sollten Sie Ihren Nutzer darüber informieren, bevor er bestellt und eventuell enttäuscht ist.

Wie kann ich den Text platzieren?

Den längeren Text können Sie so platzieren, wie es am besten zur ihrer Seite passt, hierfür sind die normalen Regeln der Typografie im Web anzuwenden.

Den kürzeren Info Text können Sie mit bestimmten Textformatierungen wie zum Beispiel Bullet-Points interessanter machen. Wahlweise lassen sich kurze Stichpunkte auch grafisch ansprechender Gestalten.

Wie spreche ich den Nutzer richtig an?

Beachten sie, dass es sich bei einer Produktlandingpage nicht um eine SEO-optimierte Seite handelt. Es ist also nicht das Ziel möglichst weit oben zu Ranken. Bestenfalls stellen Sie Ihre Produktlandingpages sogar auf noindex, follow.
SEO-optimierte Seiten sind nur dazu gedacht, mit einem Keyword möglichst weit oben bei Google zu stehen. Produktlandingpages werden im Gegensatz dazu, zum Beispiel als Zielseite für AdWords Anzeigen verwendet, da hier das Ranking der Seite keinerlei Relevanz hat. Wenn Sie zu ein und demselben Thema trotzdem gerne mit einer Seite in Google ranken wollen, erstellen Sie eine zweite, SEO-optimierte Seite.

Wie bereits  im letzten Blogbeitrag besprochen, ist es extrem wichtig, sich seiner Zielgruppe und dem dort herrschenden Jargon bewusst zu sein. Ebenso wurde bereits erwähnt, dass Sie über den Nutzer schreiben sollten und nicht über Ihr Unternehmen. Das Einzige für den Nutzer relevante, sind seine Vorteile und  die Befriedigung seiner Bedürfnisse durch das Kaufen Ihres Produkts. Sollten Sie über Testimonials verfügen, können Sie auch diese in den Text einbauen. Sie sollten aber definitiv zu 100% glaubwürdig  sein und nachvollzogen werden können (zum Beispiel durch einen auf Ihrer Webseite gelisteten Partner oder einen Auszug aus Ihren Bewertungen bei eKomi oder Trusted Shops).

Fazit der Reihe „Usability auf Landingpages“

Das Ziel dieser Themenreihe war es, Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Schritte in der Usability-Optimierung einer Landingpage zu geben. Einige der genannten Aspekte können auch mit weiteren Recherchen im Internet vertieft werden. Quellen wie unbounce.com (englisch) oder usabilityblog.de (deutsch) enthalten auch für „Laien“ hilfreiche Hinweise.
Bedenken Sie immer, dass Ihre Nutzer im Vordergrund stehen sollten, versuchen Sie nicht Ihnen etwas aufzuzwingen oder Sie für dumm zu verkaufen. Viele Nutzer geben schlechte Erfahrungen im Internet per Mundpropaganda weiter, was Ihrer Marke schadet.

Simon Manz
Simon Manz ist E-Commerce Search Marketing Specialist der Flagbit GmbH & Co. KG. Als gelernter MediaDesigner übernimmt er Aufgaben in den Bereichen SEM (SEO und SEA), Content Management und Usability.

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