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Werkzeuge der Usability-Optimierung: Nutzerszenarien und-Stories

Um im Rahmen einer Usability Optimierung seine Zielgruppe besser kennenlernen zu können, kann man einige nützliche Werkzeuge verwenden.  Vorher werden wir uns allerdings kurz mit der Nutzerkontextanalyse befassen, diese ist eine eher direktere Methode um Zielgruppenrecherche zu betreiben, jedoch lohnt sie sich nur bedingt für Webseitennutzer.

Nutzerkontextanalyse

Die Nutzerkontextanalyse befasst sich mit direkten fragen an Nutzer die entweder bereits die bisherige oder eine frühere Version des Produktes benutzen oder die es in Zukunft benutzen sollen. Dabei werden folgende Methoden benutzt:

  • Fragebogen (Entweder persönlich oder digital, als Onlineumfrage)
  • Interview (Persönlich durchgeführt)
  • Fokusgruppe (Konzeptionsteam zusammen mit Endnutzern)
  • Brainstorming und Ideation (Konzeptionsteam)

Man kann sich selbst heraussuchen und evaluieren ob und welche der beschriebenen Methoden sich für eine Webseite lohnen.

Nutzerszenarien

Nun weiter zu den Themen, die ich persönlich für wichtiger halte.  Nutzerszenarien werde verwendet um eine Problemstellung oder Vision zu definieren. Außerdem werden mit den gewonnen Informationen Stories erstellt, anhand denen man die Erwartungen der Personas, über die ich noch reden werde, identifiziert werden. Weiterhin werden Requirements oder Anforderungen für das Produkt gestellt.

Stories beschreiben Problemstellungen oder Interaktionen zwischen der Zielgruppenperson und dem Produkt. Die Problemstellung und Vision sollten aus der Analyse und den Nutzermodellen extrahiert werden können. Die Erstellung eines Szenarios ist für alle Parteien hilfreich, da die Problemstellungen und die Vision präsenter werden.

Erstellen von Stories

Nutzerstories sind die praktischen Umsetzungen von Nutzerszenarien. Das Ziel ist es, eine Geschichte oder Erzählung im Sinne des Goal directed Design zu schreiben. Eine Story erzählt und beschreibt sowohl die Interaktion zwischen Nutzer und Produkt  sowie die Umgebung und das Setting. Außerdem beschreibt die Story den Soll-Zustand, sodass zwar die fertige Idee, jedoch keine fertigen Lösungen beschrieben werden sollen.

Kontextszenarios für Stories definieren

Stories beschreiben eine Person die mit der Umgebung und dem Produkt interagiert. Jedoch sollten keine Interaktionsdetails beschrieben werden (z.B. nicht : „Person drückt den roten Knopf“, sondern „Person drückt Knopf“.)

Folgende Punkte müssen beim schreiben der Storie beachtet werden:

  • Wie ist das Setting?
  • Welche Zeitdauer?
  • Wird die Persona unterbrochen? (wenn ja, wie oft)
  • Eigner Arbeitsplatz oder teilt sie mit anderen?
  • Welche anderen Produkte werden benutzt?
  • Welche andere Aktivität muss die Persona ausführen um ihr Ziel zu erreichen?
  • Was ist das Ergebnis der Nutzung des Produkts?
  • Welche Komplexität, abhängig von den Fähigkeiten und der Nutzungshäufigkeit der Person, ist erlaubt?

Anforderungsdefinitionen

Während der Storie sollten außerdem folgende Anforderungsdefinitionen klar gestellt werden:

  • Wer → User
  • Was → Task
  • Wie → „Job Description“
  • Wo → Context of Use
  • Warum → Reason

Personas definieren:

Personas dienen als Hilfe zur Zielgruppendefinierung und als Akteur für die Nutzerstories. Sie sind insofern wichtig, als dass sie helfen können sowohl den Nutzer und seine Probleme zu verstehen wie auch mögliche Anforderungen zu erkennen.

Für alle Personas sollten die folgenden Aspekte erfasst und festgehalten werden

  • Einstellung, Erfahrung, Erwartungen, kognitive Faktoren, die die Erwartungen der Persona beeinflussen könnten
  • Allgemeine Erwartungen und Wünsche, die die Persona in Bezug auf die Nutzung des Produktes hat
  • Erwartetes Verhalten des Produkts
  • Wie denkt die Persona über einzelne Grundelemente einer Anwendung? (Bsp.: E-Mail Anwendung = Nachrichten + Kontakte)

Diese Erarbeitungen sollten entweder vor dem Erstellen der Nutzerstorie erstellt werden oder aus der Nutzerstorie heraus entstehen.

Simon Manz
Simon Manz ist E-Commerce Search Marketing Specialist der Flagbit GmbH & Co. KG. Als gelernter MediaDesigner übernimmt er Aufgaben in den Bereichen SEM (SEO und SEA), Content Management und Usability.

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